Stellungnahme zu einer Disziplinarmaßnahme vor Beginn der neuen Saison
Leider mussten wir uns bereits im Vorfeld der neuen Saison mit einem Vorfall befassen, der eine Disziplinarmaßnahme erforderlich gemacht hat. In dessen Folge wurde der Spieler für die laufende Saison vom Ligabetrieb ausgeschlossen.
Uns ist wichtig, an dieser Stelle klarzustellen: Eine solche Entscheidung treffen wir weder leichtfertig noch aufgrund unterschiedlicher Meinungen oder geäußerter Kritik. Kritik an unserer Arbeit ist ausdrücklich erlaubt und willkommen – auch dann, wenn sie deutlich formuliert wird. Was wir jedoch nicht akzeptieren, sind persönliche Beleidigungen, herablassendes Verhalten und ein respektloser Umgang miteinander.
Was ist passiert?
Bereits während der Meldung kam es zu einem aus unserer Sicht unangemessenen und respektlosen Auftreten. In den darauffolgenden Gesprächen sowie in der schriftlichen Kommunikation setzte sich dieses Verhalten fort.
Im Verlauf der Auseinandersetzung fielen unter anderem Bezeichnungen wie „Stricher“ und „Vollidioten“. Darüber hinaus wurden Verantwortliche und Abläufe des EDV wiederholt als unprofessionell und unfähig dargestellt. Auch lautstarkes und aggressives Auftreten war Bestandteil der Auseinandersetzung.
Trotz dieser Äußerungen wurde die Kommunikation unsererseits sachlich und respektvoll fortgeführt. Fragen und Anmerkungen wurden beantwortet und es wurde mehrfach versucht, die angesprochenen Punkte zu erklären und die Situation zu klären.
Im weiteren Verlauf mussten wir zudem feststellen, dass Aussagen und Gesprächsinhalte teilweise anders dargestellt wurden, als sie nach unserer Dokumentation tatsächlich stattgefunden haben.
Warum wir dazu öffentlich Stellung nehmen
Normalerweise gehören persönliche Auseinandersetzungen und Disziplinarmaßnahmen nicht in die Öffentlichkeit. Da wir jedoch davon ausgehen müssen, dass der Sachverhalt außerhalb des Verbandes möglicherweise verkürzt oder aus unserer Sicht unzutreffend dargestellt wird, möchten wir die Hintergründe unserer Entscheidung transparent machen.
Der gesamte Vorgang ist vollständig dokumentiert.
Dazu gehören der entsprechende Chatverlauf, die schriftliche Kommunikation sowie Gesprächsnotizen aus einem Telefonat, welche über Lautsprecher mit einem Zuhörer geführt wurde. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, wie die Kommunikation tatsächlich verlaufen ist, kann die Dokumentation nach Rücksprache im Ligabüro einsehen, soweit dem keine datenschutzrechtlichen oder sonstigen rechtlichen Gründe entgegenstehen.
Wir möchten damit keine öffentliche Diskussion über eine einzelne Person führen. Uns geht es ausschließlich darum, nachvollziehbar zu machen, warum wir in diesem Fall gehandelt haben.
Kritik ist ausdrücklich erwünscht
Uns wurde im Zusammenhang mit diesem Vorgang vorgeworfen, konstruktive Kritik nicht anzunehmen. Diesen Eindruck möchten wir ausdrücklich zurückweisen.
Wir wissen selbst, dass bei uns nicht immer alles perfekt läuft. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Abläufe können verbessert, Entscheidungen hinterfragt und Prozesse optimiert werden. Genau dazu sind wir bereit.
Konstruktive Kritik bedeutet für uns jedoch, Probleme konkret anzusprechen und gemeinsam nach Verbesserungen zu suchen. Persönliche Beleidigungen und pauschale Aussagen über die Unfähigkeit oder Unprofessionalität anderer Menschen sind für uns keine konstruktive Kritik. Gleichzeitig nehmen wir auch aus dieser Auseinandersetzung Punkte mit. Einige Aspekte der Kommunikation und bestimmter organisatorischer Abläufe werden wir zum Anlass nehmen, unsere Vorgehensweise zu überprüfen und zukünftig teilweise anders zu gestalten.
Denn auch aus schwierigen Situationen kann und sollte man lernen. Wir sind bereit dazu 😉
Respekt ist für uns nicht verhandelbar
Der EDV lebt vom Engagement vieler Menschen. Vieles davon geschieht mit erheblichem persönlichen und zeitlichen Einsatz. Das bedeutet nicht, dass unsere Arbeit nicht kritisiert werden darf – ganz im Gegenteil.
Aber niemand, der sich für unseren Ligabetrieb und Ehrenamt engagiert, muss sich anschreien, beleidigen oder persönlich herabsetzen lassen.
Wir erwarten deshalb von allen Beteiligten einen respektvollen Umgang miteinander – unabhängig davon, ob man Spieler, Teamverantwortlicher, Ligavertreter oder Funktionär ist.
Kritik: jederzeit.
Unterschiedliche Meinungen: selbstverständlich.
Diskussionen: ausdrücklich erwünscht.
Beleidigungen und persönliche Herabwürdigungen: nicht akzeptabel.
Auf dieser Grundlage wurde die Entscheidung getroffen, den betreffenden Spieler für die laufende Saison vom Ligabetrieb auszuschließen.
Damit betrachten wir den Vorgang von unserer Seite als abgeschlossen und werden uns an weiteren öffentlichen Spekulationen oder persönlichen Auseinandersetzungen nicht beteiligen.